Von Transparenten und Gewerbesteuer……

Dicke Luft in Taunusstein! Es ist schon der Wahnsinn, wie Menschen es fertigbringen sich zur gleichen Zeit über einen Zustand zu echauffieren und die Lösung des Zustandes dann boykottieren!

Taunusstein ist gerade dabei Baugrundstücke zu veräußern und steht in Verhandlung mit der Firma Brita die, wie mittlerweile jedem bekannt sein dürfte, das Unternehmen in Taunusstein-Neuhof zentralisieren möchte. Dazu sind natürlich größere bauliche Veränderungen von Nöten. Im ersten Bauabschnitt soll ein Hochregallager entstehen. Das passt den Neuhofern nicht und schon mal gar nicht den direkten Anwohnern. Ich kann das auch bis zu einem gewissen Punkt verstehen.

Der Haushalt für das erste Halbjahr 2017 wurde veröffentlicht. Die Grundsteuer steigt! Ach ne……

Wir in Taunusstein haben eine Nachhaltigkeitssatzung. Wir sind sogar die erste Kommune in Hessen gewesen, die diese Satzung per Beschluss vom 05. Juni 2014 eingeführt hat. Das bedeutet allerdings auch, das wenn wir es nicht schaffen unseren Haushalt zu stabilisieren und auszugleichen, der Generationenbeitrag zum tragen kommt. Dahinter verbirgt sich das anheben der Grundsteuer B.

Jedoch kann diese Gebühr, bei erfolgreicher Konsolidierung, wieder auf den Basissatz gesenkt werden.

Böse Zungen werden nun behaupten: DAS glaubst Du nicht wirklich? In welcher Welt lebst du eigentlich?

Ganz ehrlich? In einer schönen! Meistens auf jeden Fall….. Okay……. JAAAAA…… es gibt Ausreißer….. 😉

Ich halte sehr viel vom Generationenbeitrag. Er beschützt meine Kinder davor, die Schulden der Taunussteiner zu bezahlen, sofern sie hier bleiben. Was ich hoffe! Genau aus diesem Grund bin ich für neue Baugebiete, Gewerbeerweiterung, Gewerbeansiedlung und Sparmaßnahmen.

Dann das Transparent der Anlieger der bunten Häuser Limburger Straße. Es bleibt selbstverständlich jedem überlassen, wie er seine Sache vertritt, wie er Aufmerksamkeit erregt. Aber diese Darstellung finde ich total überzogen.  Hier der Bericht im WK mit Foto.

Hier kann man sich die Landschaftsanalyse anschauen:

praesentation_visubrita_buergerversammlung_05-09-16

Wirtschaftliches Wachstum und Fortschritt sind wichtig für jede Kommune. Ich sehe das auf ganz Taunusstein bezogen und kann das Wohl einer ganzen Gemeinde nicht an dem Unwohlsein der Anlieger weniger Straßenzüge festmachen. Natürlich……wenn ich direkt daneben wohnen würde, würde ich brechen. Aber auch dann könnte ich nicht erwarten das, weil mir das Frühstück aus dem Gesicht fällt, eine ganze Gemeinde auf höhere Einnahmen und Arbeitsplätze verzichtet.

Ich habe gestern sehr lange mit einem Anwohner gesprochen. Ich kann jede einzelne Argumentation nachvollziehen. Er würde es sehr begrüßen, wenn die Verantwortlichen von Brita und der Stadt Taunusstein einen Frageabend ausschließlich für die direkt betroffenen veranstalten könnten. Gute Idee. Es wäre in jedem Fall ein entgegenkommen um die Situation zu entschärfen. Momentan ist einfach das Vertrauen in die Stadt und den Bürgermeister getrübt, sagte er.

Es ist ja noch nicht mal so, dass die Anlieger den wirtschaftlichen Aspekt nicht sehen. Sie wollen nur nicht, dass er auf ihrem Rücken lastet und über ihren Köpfen ausgehandelt wird.

Es ist bereits soweit, dass kleine Unternehmen „drohen“ ihren Standort zu verlagern, wenn Taunusstein zulässt das Brita das HRL in geplanter Weise baut. Da wird  wohl hoffentlich keiner drauf eingehen. Albern, kann ich nur sagen.

Solche Stimmungsmache braucht momentan wirklich niemand.

Grundsätzlich hoffe ich, dass es einen Kompromiss geben wird, mit dem alle leben können. Zur Zufriedenheit von jedermann wird man es nicht lösen können, so viel ist sicher!

Termine:

Am 04. Oktober 2016, um 19:30 Uhr ist die Vorstandsitzung des BLN im alten Feuerwehrgerätehaus

Am 10. Oktober 2016, um 20 Uhr ist Ortsbeiratssitzung Neuhof in der Aartalhalle

 

taunus-mit-kindern

 


2 Gedanken zu “Von Transparenten und Gewerbesteuer……

  1. Vielen Dank für den objektiven Bericht!! Man muss das Ganze aus der Sicht von Taunusstein sehen. Verständlich, daß einige darunter leiden aber Gemeinwohl geht vor Eigenwohl! Ich denke unser Bürgermeister hat den Blick für alle Taunussteiner nicht nur für ein paar aus Neuhof.

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