Über 50, verheiratet sucht…..

Dieser Bericht geht an die Menschen, die unglücklich in ihrem Job sind, die Monate oder vielleicht Jahre des Mobbings hinter sich haben, die Menschen die entweder all ihrer Energie beraubt sind und/oder der Meinung sind, sie würden nichts mehr finden. Die, die sich wertlos fühlen und die, die der Meinung sind, dass das Arbeitsleben für sie nichts neues mehr zu bieten hat!

Aber er geht auch an die Arbeitgeber! Falls das einer liest (ich bin übrigens mit einem Verheiratet und in so einem Haushalt aufgewachsen) überprüfen Sie doch einfach mal, ob nicht die ein oder andere Sache schleichend bei Ihnen Einzug gehalten hat.

 

Die letzten 2 Jahre ging es bei mir hoch her, was die Jobsuche angeht. 2017 hatte ich nach fast 10 Jahren die Faxen dick und fing an mich nach was Neuem umzuschauen.

Ich schrieb ca. 20 Bewerbungen, bekam 7 Absagen, hatte 4 Gespräche und 4 Zusagen. Vom Rest der Unternehmen hörte ich gar nichts. Ich forschte nach und rief 3 an.

Elke: Schönen guten Tag, hier Elke Kraft, ich hätte gern die zuständige Stelle gesprochen was Bewerbungsverfahren angeht.

Anderes Ende der Leitung: Warum?

Elke: Ich habe mich kürzlich auf eine Anzeige von Ihnen beworben und hätte nun gerne gewusst, ob die Stelle noch offen ist? (kurze Beschreibung schickte ich hinterher)

Anderes Ende der Leitung: Die Stelle ist besetzt.

Elke: Vielen Dank für die Auskunft, ich wunderte mich nur, dass ich keine Rückmeldung erhielt.

Anderes Ende der Leitung: Für sowas haben wir keine Zeit. Wenn wir jeden anschreiben würden, hätten wir viel zu tun. (war eine der flapsigen Antworten)

Bäähm…..

Menschen die neue Herausforderungen suchen, geben sich gemeinhin viel Mühe mit ihren Bewerbungen. Sie geben ja auch einiges von sich preis. Persönlich halte ich es für schlechten Stil, wenn diese Bemühungen es noch nicht mal wert sind 2 Sätze per Mail an den Bemühten zu schreiben um ihm mitzuteilen, dass kein Interesse besteht. Unsozial könnte man es auch nennen.

Anfang des Jahres war ich wieder bereit den Job zu wechseln. Ich bewarb mich bei 3 Taunussteiner Unternehmen, von 2 habe ich bis heute nichts gehört, zudem habe ich 2 andere Bewerbungen wieder aufgefrischt.

Es stimmt überhaupt nicht, dass man mit Anfang 50 keine Chance mehr hat auf dem Arbeitsmarkt! Das erzählen einem nur manche Arbeitgeber um dich Illusionslos an deinem Schreibtisch sitzen zu haben. Dass sie sich selbst damit nichts Gutes tun, verstehen sie nicht und wollen es auch nicht verstehen.

Natürlich muss auch jeder seine eigenen Bedürfnisse prüfen. Bin ich besser in einem größeren Unternehmen aufgehoben? Sollte ich besser im Team arbeiten, oder komm ich auch gut über den Tag ohne den ein oder anderen Schwatz? Wieviel Verantwortung möchte ich tragen? Wie gut kann ich damit umgehen, wenn ich einsame Entscheidungen treffen muss?

Beispiel: Ein Arbeitgeber der Überstunden verlangt ist nicht ungewöhnlich. Das kann und darf er auch, aber weiß er es auch zu schätzen?Und ist der Arbeitnehmer bereit dazu?

Wertschätzung ist ein großes Thema in der Arbeitswelt. Jeder Mensch möchte geschätzt werden, für das was er tut. (übrigens auch der Chef) Das damit abzutun, dass es ja Gehalt dafür gibt, ist ein Fehler von beiden Seiten.

Lieber Arbeitgeber: Super, dass Sie für Jobs sorgen und die Verantwortung dafür tragen. Danke das Sie Ihren Mitarbeitern pünktlich ihr Gehalt überweisen. Aber sagen Sie auch mal einfach ganz schlicht: Danke für deine Mitarbeit?

Ich gehöre zu den Arbeitnehmern, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, die Überstunden machen, die immer Verständnis für ihren Vorgesetzen haben und die immer erreichbar sind.

Solange ich mich wohl- und geschätzt fühle!

So sollte jeder an sich arbeiten! Nach Mobbingattacken der Meinung zu sein, man könnte übergangslos in einen neuen Job einsteigen ist meistens nicht von Erfolg gekrönt. Man tut sich selbst und seinem neuen Arbeitgeber nichts Gutes. Ich selbst habe vor 2 Jahren eine Verhaltenstherapie gemacht und bin da auf einiges gestoßen. Das hat mich stärker gemacht und es hat meine Sicht geschärft. Auch in Bezug auf mein eigenes Verhalten am Arbeitsplatz.

Um zur Selbstreflexion imstande zu sein, bedarf es einer klaren Sicht. Wer morgens mit Bauchweh zur Arbeit geht, nicht mehr schlafen kann, wer nur noch auf die Uhr schaut und hofft, dass der Tag schnell vorbei geht, wer ständig das Gefühl hat in Deckung gehen zu müssen, hat nur eine Sicht: Möglichst unbeschadet und schnell nach Hause zu kommen.

Sehr schade! Dabei verbringen wir einen so großen Teil unseres Lebens mit arbeiten und sollten so viel wie möglich Positives damit in Verbindung bringen.

Das nicht jeder Tag im Arbeitshimmel voller Hundewelpen und roter Rosen ist muss jedem klar sein, aber pure Angst vorm nächsten Tag, geht auf keinen Fall!

Meistens sind es die älteren Arbeitnehmer die besonders betroffen sind. Gerade aus der Angst heraus, dass sie nichts neues mehr finden. DEM IST NICHT SO! Gerade heute sind Menschen mit Erfahrung wieder besonders gefragt. Da wir zudem auch immer länger arbeiten müssen und die Rente in immer weitere Ferne rückt, zieht auch die Ausrede nicht mehr, dass wir nur noch sehr begrenzt im Einsatz sein werden. Auch das wir häufiger krank sind als jüngere Menschen, stimmt nicht. Die Statistiken wiederlegen das.

Ich kann nur jedem raten, nicht aufzugeben, sich nicht zurück zu ziehen, nach vorne zu schauen und vor allem ergebt euch nicht in euer Schicksal!

Ich werde dieses Jahr 53 und fange am 01.07. meinen neuen Job an und freue mich riesig auf die neue Herausforderung. Zudem sage ich auch gleich mal DANKESCHÖN an meinen neuen Chef!

 

 

 

 

 

 

 


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