Rund gedacht!

Vor einigen Tagen hat mich der Post einer Freundin zu Tränen gerührt! Aus Miris Post, entstand die Idee die Gedanken von einzelnen zu veröffentlichen. Was bewegt euch denn? Hab ich gefragt….. Schreibt es auf und es wird veröffentlicht……

Die ersten 4 haben, unabhängig voneinander, einiges Festgehalten. Grandioserweise, herrscht irgendwie doch Einigkeit. Nicht in allen Punkten, ist klar, aber die Gedankengänge sind sich ähnlich! Also sind wir alle doch gar nicht so weit von einander entfernt?

Ich würde mich freuen, wenn noch mehr Menschen sich dazu entschließen hier etwas von sich preis zu geben. Auch gerne als Gastschreiber in einem eigenen Bericht.

Vielen, vielen Dank!

 

Miriam Thumser schrieb:

Hallo Leute,

Ich muss jetzt einfach mal was loswerden:

Ich bin wohl einer der viel beschriebenen und auch geschmähten Gutmenschen. Das war schon immer so, nicht ohne Grund habe ich mich für meinen Beruf entschieden. Wenn ich sehe, dass es Menschen schlecht geht oder dass sie Hilfe brauchen, dann versuche ich zu helfen. Das betrifft nicht nur die aktuelle Flüchtlingskrise, das fängt für mich schon im Alltag an. Aber ja, ich versuche auch aktuell irgendwie zu helfen, insofern es mir möglich ist.

Und ganz ehrlich: ich möchte mich dafür nicht entschuldigen müssen. Ich finde es pervers, dass man dafür angegriffen wird, wenn man sich engagiert. Da wird man als dumm, naiv oder sonst was hingestellt. Auch wenn der ein oder andere es befremdlich findet, wenn Menschen jubelnd am Bahnhof stehen, so sind es immer noch Menschen, die etwas Gutes tun wollen, die das Bedürfnis haben, dem Hass mancher Personen etwas entgegenzusetzen. Wie es aussieht, wenn sich viele zusammenrotten und hasserfüllt gegen ein Flüchtlingsheim demonstrieren, haben wir ja leider schon sehen müssen. Von daher können wir froh sein, dass es auch die anderen gibt!

Ich werde in Zukunft jeden, der sich über hilfsbereite Menschen lustig macht bzw. aufregt, aber auch tendenziell rassistische Postings (ich bin ja kein Nazi, aber….; Fotos/Schilderungen, die beweisen sollen, dass Ausländer/Flüchtlinge sich hier daneben benehmen bzw. grundsätzlich kriminell sind – das in der Regel ohne seriöse Quellenangabe) veröffentlicht, aus meiner Freundesliste löschen. Ich möchte so etwas nicht auf meiner Startseite sehen!

Und noch etwas: Ich bin keinesfalls naiv, natürlich weiß ich, dass die Flüchtlingskrise nicht alleine von Deutschland gestemmt werden kann, das ist schon logistisch überhaupt nicht möglich. Ich behaupte auch nicht, dass ich eine Lösung parat habe. Aber das ist an dieser Stelle für mich überhaupt nicht wichtig, denn ich sehe einfach nur die Menschen, die vor Krieg, Verfolgung und Gewalt fliehen.

Danke fürs Lesen 😊👍

 

Frederik Blasche, Stadtverordneter der CDU, schrieb in Anlehnung eines Berichtes im Wiesbadener Kurier:

„Flüchtlinge entziehen sich in Wiesbaden der Registrierung“ und die „Behörden schauen weg“… ich bin sprachlos, traurig und besorgt.
Recht und Gesetz scheinen an Bedeutung verloren zu haben, „idem ius omnibus“ bestenfalls noch ein frommer Wunsch.

Nun mag man sich auf den Standpunkt stellen, dass diese Menschen genug durchgemacht haben (was auch durchaus stimmen mag) und man mal ein Auge zudrücken könne, nichts desto trotz muss Recht und Gesetz auch hier gelten. Aber das eigentliche Problem dieser „laissez-faire“ Haltung liegt tiefer. Man zwingt diese registrierungsunwilligen Flüchtlinge buchstäblich in die Kriminalität, da diesen so weder Taschengeld noch sonst eine soziale Sicherung zu Teil wird, aber dennoch Bedürfnisse vorhanden sind, die gestillt werden wollen.
Ebenso wird eine Integration wirksam verhindert, da nicht davon auszugehen ist, dass diese Flüchtlinge an Programmen zur gesellschaftlichen Integration oder zum Erlernen der deutschen Sprache teilnehmen.
Auch handelt es sich hier – wenn man den Zahlen Glauben schenken möchte – keineswegs um „einige Wenige“, wie das Regierungspräsidium Gießen glauben machen möchte. Laut Wiesbadener Kurier haben sich an nur einem Tag ca. 225 Menschen der Registrierung entzogen (nur in Wiesbaden!).
Der Satz „Wir bieten die Möglichkeit, einen Asylantrag zu stellen, um einen Aufenthaltsstatus zu erlangen […] zwingen können wir dazu allerdings niemanden.“ spricht Bände. Natürlich können wir niemanden zwingen einen Asylantrag zu stellen, aber auf welcher Rechtsgrundlage fußt dann der Aufenthalt in unserem Land?
Und ein Ende ist nicht in Sicht. Schließlich stehen noch zig Tausende vor unseren Toren, mit Merkel-Plakaten und „Germany“ skandierend… und „Mutti“ hält – in all´ ihrer Gütigkeit – die Tür weit auf.

Ich hoffe ich werde nicht falsch verstanden. Ich bin durchaus dafür Flüchtlinge aufzunehmen, die ein berechtigtes Interesse vorweisen können. Aber zum einen muss hierfür eine einheitliche europäische Lösung gefunden werden (sowohl was die Leistungen als auch die Verteilung betrifft), zum anderen muss dies in geregelten Bahnen stattfinden UND es muss klar sein, dass Flüchtlinge den Rückweg in Ihre Heimat antreten, sobald keine Gründe für Asyl mehr vorliegen.

Quo vadis, Deutschland?

Ulla Eckstein! Ihr Baby war krank. Eine junge Mutter sorgt sich:

Mich beschäftigt gerade, dass meine kleine Maus das 1. Mal ein wenig kränkelt. Dafür war sie gestern aber bei ihrer 1. Impfung super tapfer. Ein kurzer herzzerreißender Schmerz, aber dann schnell zu beruhigen. Wird hoffentlich bald alles wieder gut.

Anja Maus über das kategorisieren von Menschen:

In letzter Zeit habe ich den Eindruck, dass wir im Zeitalter der Globalisierung eher von einander abrücken als auf einander zu. Plötzlich werden Menschen, die Hilfe brauchen, kategorisiert in „unsere Obdachlosen“, „unsere Bedürftigen“ und „die Flüchtlinge“. Und man muss sich rechtfertigen, das und wem man hilft.

Ich frage mich dann immer, ob sich all die Leute auchvorher Gedanken um Bedürftige gemacht haben. Und dann muss ich an meine Oma denken, sie wäre jetzt 107. Oma hat beide Weltkriege mitgemacht. Den ersten als junges Mädchen, den zweiten als Gemeindeschwester. Sie musste erfahren, was es heißt, auf der Flucht zu sein. Sie kannte die Entbehrungen, die Angst um Leib und Leben. Und was es heißt, vertrieben worden zu sein und nicht zu wissen, wohin die Flucht führt. Und gerade deshalb hat sie immer geholfen. Nicht Obdachlosen. Nicht Flüchtlingen.

Menschen! Was sie heute sagen würde, wenn sie die Geschehnisse mitbekäme? „Schämt Euch!“

Die Ängste und Sorgen der Menschen in Deutschland müssen beachtet werden. Ihre Fragen müssen beantwortet werden. Nicht unter den Tisch gekehrt. Ignoriert man das, öffnet man dem Populismus Tür und Tor. Hier wird mit den Ängsten der Menschen gespielt.Und das macht mir Angst. Denn das ist ein Spiel mit dem Feuer. Ja, es gibt ein Flüchtlingsproblem. Deutschland alleine kann nicht die Probleme der Welt lösen. Egal wie sehr sich die Menschen hier engagieren. Denn dies ist kein deutsches Problem, sondern ein grundsätzliches.

Viele Deutsche packen da an, wo Hilfe gebraucht wird Und in meinen Gedanken sehe ich dann meine Oma Seite an Seite mit diesen Menschen stehen.


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